VfL Osnabrück: Ba-Muaka Simakala von der Tribüne in die Startelf?
Einstigem Aufstiegshelden winkt eine Bewährungschance

Nur ein Kurzeinsatz seit Januar: Ba-Muaka Simakala. © IMAGO / osnapix
Die beiden jüngsten Heimniederlagen gegen den SV Wehen Wiesbaden (0:1) und Arminia Bielefeld (0:1) haben den VfL Osnabrück trotz des zwischenzeitlich beim VfB Stuttgart II errungenen 2:1-Auswärtssieges eine nochmals bessere Ausgangsposition gekostet, doch neun Spieltage vor Schluss überhaupt am rettenden Ufer zu stehen, ist gemessen an der Lage im Dezember vor dem Amtsantritt von Trainer Marco Antwerpen schon bemerkenwert genug.
Nun gilt es für die Lila-Weißen, den erarbeiteten Vorsprung von einem Punkt auf den ersten Abstiegsplatz zu verteidigen und nach Möglichkeit auszubauen, um im Idealfall nicht bis zum Schluss zittern zu müssen. Weil die beiden letzten Auftritte an der heimischen Bremer Brücke vergeigt wurden und anschließend beim 1. FC Saarbrücken eine hohe Hürde wartet, besitzt das anstehende Heimspiel am Samstag gegen den TSV 1860 München schon hohe Bedeutung.
Simakala mit beachtlicher Quote
Verzichten muss Trainer Antwerpen gegen die Münchner Löwen auch Bryang Kayo, der sich gegen Bielefeld eine Gelbsperre einhandelte und auf Marcus Müller, der nach seiner Einwechslung spät noch Gelb-Rot kassierte.
In Abwesenheit von Müller winkt womöglich Ba-Muaka Simakala eine neue Chance im Angriff. Der Aufstiegsheld von 2023 weist mit sieben Toren und zwei Vorlagen in 19 Einsätzen zwar eine beachtliche Quote auf, hatte bislang unter Antwerpen aber dennoch einen schwierigen Stand. Zuletzt fehlte Simakala sogar drei Mal in Folge im Spieltagskader, wofür Antwerpen zumindest zwischen den Zeilen nicht ausreichende Trainingsleistungen als Begründung anführte.
Im Testspiel gegen Twente Enschede (0:3) durfte Simakala aber über 90 Minuten ran und zeigte sich engagiert. Antwerpen deutete nun im „kicker“ (Ausgabe vom 27.03.2025) eine Rückkehr des 28-Jährigen auch im Pflichtspielbetrieb an: „Wir haben ihn nie aufgegeben und ich habe auch ein gutes Verhältnis zu ihm“, betonte der 53 Jahre alte Fußball-Lehrer, der natürlich darum weiß, dass ein fitter und formstarker Simakala im Endspurt zu einem wichtigen Faktor werden könnte. Denkbar, dass am Samstag der erste Schritt erfolgt.