SV Sandhausen: Regionalliga auch als Befreiung?

In Sandhausen muss das Szenario Regionalliga ernsthaft durchdacht werden. © imago images / Steffen Kuttner
Noch steht der SV Sandhausen mit einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz am rettenden Ufer, doch der Trend spricht klar gegen die Kurpfälzer, die eigentlich die Rückkehr in die 2. Bundesliga anvisiert hatten und nach elf Spieltagen auch noch an der Tabellenspitze standen.
Nachdem Präsident Jürgen Machmeier in der Vorwoche offen den Abstiegskampf ausgerufen hatte, stimmten beim FC Ingolstadt zwar das Engagement und über weite Strecken auch die Leistung, doch unter dem Strich stand wieder eine 1:2-Niederlage. Nur vier Punkte stehen für den SVS aus den sieben bisherigen Spielen im Jahr 2025 zu Buche und es bedarf keiner fortgeschrittenen mathematischen Fähigkeiten, um zu errechnen, dass die Ausbeute der letzten Wochen nicht für den Klassenerhalt reichen wird.
Das weiß natürlich auch Machmeier, der in der Rhein-Neckar-Zeitung indes einen erneuten Trainerwechsel zu vollziehen. „Das wäre Quatsch“, so Machmeier, der zudem bemüht ist, Zuversicht zu verbreiten: „Wir werden weiter Vollgas geben. Dann kommen wir da gemeinsam raus.“
Drei Punkte gegen Unterhaching sind Pflicht
Gleichzeitig macht Machmeier aber auch kein Geheimnis daraus, sich auch mit dem Worst-Case-Szenario eines Abstiegs in die Regionalliga zu beschäftigen, der in vielerlei Hinsicht gravierende Einschnitte zur Folge hätte. „Es wäre fahrlässig, nicht darüber nachzudenken“, so Machmeier, der bemerkenswert offen aber auch eine positive Seite eines möglichen Absturzes anspricht: „Die Verträge von etlichen Spielern, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt, hätten keine Gültigkeit mehr. Das wäre vielleicht eine Befreiung. Man muss vielleicht das Gute im Schlechten sehen.“
Lieber freilich würde man in Sandhausen das Schlechte aber noch gänzlich abwenden. Außer Frage steht deshalb, dass es am kommenden Samstag keine Alternative zum Heimsieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht SpVgg Unterhaching gibt. Wird der dringend benötigte Dreier dann nicht eingefahren, müssten die Regionalliga-Pläne nochmals intensiver angegangen werden.