SV Sandhausen: Ist der Absturz noch aufzuhalten?
Präsident Jürgen Machmeier ruft den Abstiegskampf aus

In Sandhausen wachsen die Abstiegssorgen. © imago images / Steffen Kuttner
Die Hoffnung, die schwache und zurecht mit einer 0:1-Niederlage bei Borussia Dortmund II bestrafte Leistung aus der Vorwoche wettmachen zu können, hat sich für den SV Sandhausen nicht erfüllt. Gegen den SV Wehen Wiesbaden kassierten die Kurpfälzer am Sonntagabend im eigenen Stadion eine weitere 0:1-Pleite und liegen damit auch wegen der anderen Ergebnisse nur noch drei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz.
Ein bemerkenswerter Absturz, denn nach elf Spieltagen führt der SVS die Tabelle mit 22 Punkten noch an und schien auf einem guten Weg, im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die eigentlich auch angepeilte Rückkehr ins Unterhaus bewerkstelligen zu können. Doch seitdem kamen aus 14 Begegnungen nur noch magere neun Zähler hinzu. Die schon ab dem Herbst negative Entwicklung konnte auch der winterliche Trainerwechsel von Sreto Ristic zu Kenan Kocak nicht stoppen, unter dessen Regie bei einem Unentschieden und einer Niederlage vier von sechs Spielen verloren wurden.
Jürgen Machmeier erkennt den Ernst der Lage
Gegen Wehen Wiesbaden wurde Kocak nach seiner in Dortmund kassierten roten Karte an der Seitenlinie von Co-Trainer Joti Stamatopoulos vertreten, der sich auf der Vereinshomepage anschließend „brutal enttäuscht“ zeigte, aber zumindest die Einstellung intakt sah: „Insgesamt kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben Moral gezeigt.“
Präsident Jürgen Machmeier, der schon in den vergangenen Wochen mehrfach deutliche Worte in Richtung der Mannschaft gefunden hatte, hat unterdessen den Ernst der Situation erkannt: „Die Lage ist bedrohlich, ab jetzt ist Abstiegskampf. Wenn das nicht jeder versteht, wird es schwierig. Wir müssen endlich die Handbremse lösen.“
Die nächste Gelegenheit dazu besteht am kommenden Samstag beim FC Ingolstadt, bevor eine Woche danach die schon abgeschlagene SpVgg Unterhaching zu einer Partie am Hardtwald gastiert, die zwingend gewonnen werden muss. Reicht es zwei weitere Male nicht zu Zählbarem, wird es für den SVS richtig eng.