SpVgg Unterhaching: Mit Sven Bender in die Zukunft?

Trainerfrage nach dem Aus von Heiko Herrlich offen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 23.03.25 | 08:22
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In Unterhaching rollt der Ball 2025/26 sehr wahrscheinlich nur noch viertklassig. © imago images / Picture Point

Nach dem Paukenschlag am Freitag mit der Entlassung von Trainer Heiko Herrlich, der erst im Winter seinen Dienst angetreten hatte, die erhoffte Trendwende aber nicht schaffte, hat die SpVgg Unterhaching am Samstag das Finale im Toto-Pokal erreicht.

Bei Regionalligist Eintracht Bamberg tat sich die SpVgg zwar lange schwer, kam aber dank zweier Treffer in der Nachspielzeit durch Manuel Stiefler und Johannes Geis noch zu einem 3:1-Sieg. Zuvor hatte Andreas Pfahlmann Mitte der zweiten Halbzeit die frühe Hachinger Führung durch Fabio Torsiello ausgeglichen.

Im Endspiel bekommt es die SpVgg nun mit dem FV Illertissen, einem weiteren Regionalligisten zu tun, der sich überraschend mit 1:0 gegen den FC Ingolstadt durchsetzen konnte. Die Chance auf die Qualifikation für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal, die in der laufenden Saison 209.453 Euro alleine an TV- und Marketinggeldern garantierte, ist damit groß – und soll unbedingt genutzt werden.

Bender als Chefcoach in der Regionalliga denkbar

Wer am 24. Mai auf der Hachinger Bank sitzen wird, wenn es um den Landespokalsieg geht, ist im Moment noch offen. Gut möglich aber, dass der wie schon im Herbst nach der Trennung von Marc Unterberger interimsweise in die Verantwortung gerückte Sven Bender diesmal längerfristig in der ersten Reihe arbeiten darf.

Der Einstand des Ex-Profis ist mit dem Erfolg in Bamberg in jedem Fall geglückt und die Strafzahlungen an den DFB, die nach zwei Wochen anfallen würden, weil Bender noch keine Fußball-Lehrer-Lizenz besitzt, wären angesichts des nicht mehr weit entfernten Saisonendes überschaubar. Und in der Regionalliga könnte Bender dann auch mit seiner A-Lizenz als Cheftrainer fungieren.