Rot-Weiss Essen: Uwe Koschinat nimmt seine Führungsspieler in die Pflicht
Ahmet Arslan im Fokus

Uwe Koschinat fordert mehr von seinen erfahrenen Akteuren. © IMAGO / osnapix
Nach dem bei Alemannia Aachen verpatzten Start ins neue Jahr hätte Rot-Weiss Essen sieben Punkte aus den folgenden drei Partien sicherlich unterschrieben. Weil auf Siege gegen Hannover 96 II (5:1) und bei Arminia Bielefeld (2:1) zuletzt ausgerechnet gegen Schlusslicht SpVgg Unterhaching nur ein 1:1 folgte, hielt sich die Zufriedenheit an der Hafenstraße aber dennoch in Grenzen.
Trainer Uwe Koschinat war zwar mit der besseren zweiten Halbzeit einverstanden, in der Torben Müsel sehenswert noch den Ausgleich erzielte, haderte aber mit dem ersten Durchgang und wird mit Blick auf die ersten 45 Minuten unter der Woche das Gespräch mit einigen erfahrenen Kräften suchen. „Wir müssen es aufarbeiten, da geht es vor allem um die Führungsspieler, die andere Zeichen zu Beginn eines Spiels setzen müssen“, machte Koschinat in der Reviersport keinen Hehl daraus, sich von Spielern wie Kapitän Michael Schultz, Klaus Gjasula und Ahmet Arslan von Anfang an mehr Dominanz zu wünschen.
Kein Platz für Arslan UND Müsel?
Gegenstand vieler Diskussionen ist besonders Arslan, der mit fünf Toren und vier Vorlagen in seinen 20 Einsätzen zwar der interne Top-Scorer ist, aber oft zu wenig Einfluss aufs Spiel nimmt und letztlich auch weit von seiner Quote in der Saison 2022/23 entfernt ist, in der der offensive Mittelfeldmann für Dynamo Dresden 25 Tore erzielt und neun weitere vorbereitet hat.
Weil sich Müsel, der unter Koschinat nur in Bielefeld in Abwesenheit des gesperrten Ramien Safi in der Startelf stand, mit seinem Joker-Tor für mehr empfohlen hat , wächst der Druck auf Arslan. Mit Safi und Dominik Martinovic dürfte RWE weiterhin mit zwei Stürmern agieren, sodass anders in Bielefeld dahinter nicht für Arslan und Müsel Platz ist, sondern nur für einen der beiden. Und in defensiverer Rolle als zweiter Sechser scheint Koschinat Müsel anders als sein Vorgänger Christoph Dabrowski eher nicht zu sehen.
Schon die Aufstellung für die Partie am Samstag beim SV Wehen Wiesbaden verspricht so Spannung, wobei vermutlich Arslan erst einmal im Team bleiben wird.