Arminia Bielefeld: DFB-Pokal beschert Millionengewinn
Knapp zehn Millionen Euro alleine an Prämien schon sicher

Arminias Geschäftsführer Michael Mutzel darf sich über unerwartete Zusatzeinnahmen freuen. © imago images/foto2press
Arminia Bielefeld hat es tatsächlich geschafft und nach dem 1. FC Union Berlin, dem SC Freiburg und Werder Bremen auch Bayer Leverkusen geschlagen. Die Ostwestfalen feierten am Dienstagabend einen ebenso verdienten wie historischen 2:1-Sieg gegen den noch amtierenden Double-Sieger und zogen erstmals in der Vereinsgeschichte ins Finale um den DFB-Pokal ein.
Während noch offen ist, ob der Gegner am 24. Mai VfB Stuttgart oder RB Leipzig lauten wird, kann die Mannschaft von Trainer Mitch Kniat schon jetzt die Reise in die Hauptstadt buchen – die möglicherweise für ein extremes Schlussprogramm sorgt. Denn sollte die Arminia als Tabellendritter in der Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga antreten, müssten die eigentlich für den 22. und den 27. Mai angesetzten Relegationspartien verschoben werden – wohl auf den 21. und den 28. Mai.
Für den Pokalsieg kämen noch 4,32 Millionen Euro hinzu
Natürlich aber wird die Arminia mit dem Schwung der Pokalsensation alles daran setzen, um im Optimalfall sogar noch direkt aufzusteigen, wobei fünf Punkte Rückstand auf Platz zwei erst einmal aufgeholt werden müssen und die Konkurrenz allen voran mit dem 1. FC Saarbrücken und dem FC Ingolstadt stark ist.
Sollte der Aufstieg in dieser Saison nicht gelingen, hätte die Arminia dank des DFB-Pokals aber beste wirtschaftliche Voraussetzungen, um für die kommende Spielzeit einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. Denn alleine an TV- und Vermarktungsprämien, die der DFB Runde für Runde ausschüttet, hat die Arminia bereits knapp 6,5 Millionen Euro sicher. Als Pokal-Verlierer kämen 2,88 Millionen Euro hinzu und für den Pokalsieg gäbe es sogar 4,32 Millionen Euro oben drein.
Hinzu kommen die bisherigen, jeweils mit dem Gegner geteilten Einnahmen aus fünf Heimspielen sowie der Anteil am Kartenverkauf im Finale. Selbst bei einer Niederlage im Endspiel wird unter dem Strich eine zweistellige Millionensumme stehen, die durch den Pokal in die Kassen geflossen ist und die zumindest teilweise sicherlich auch in sportliche Konkurrenzfähigkeit investiert werden dürfte.