Alemannia Aachen: Soufiane El-Faouzi im Sommer wohl nicht zu halten
Mittelfeldmann spielt sich immer mehr in den Vordergrund

Soufiane El-Faouzi (m.) im Duell mit BVB-Jungprofi Almugera Kabar. © IMAGO / Eibner
Nachdem die Konkurrenz im engen Kampf um den Klassenerhalt insbesondere in Form der Auswärtssiege von Waldhof Mannheim (1:0 bei Erzgebirge Aue) und des VfB Stuttgart II (2:0 beim 1. FC Saarbrücken) mehr oder weniger überraschend vorgelegt hatte, war der Druck auf Alemannia Aachen vor dem Heimspiel am Sonntagabend gegen Hansa Rostock hoch.
Die Mannschaft von Trainer Heiner Backhaus hielt diesem aber Stand und gewann gegen die zuletzt drei Mal in Folge siegreichen Ostseesstädter mit 2:1. Damit kletterte die Alemannia auf Platz zwölf und verschaffte sich zumindest wieder ein Polster von drei Punkten auf den ersten Abstiegsplatz, das aber noch lange kein Ruhekissen darstellt.
Vielmehr muss nach der Länderspielpause weiter gepunktet werden, wobei die Auswärtsspiele bei der SpVgg Unterhaching und bei Hannover 96 II beinahe schon die Kategorie Pflichtaufgaben fallen. Seinen Beitrag diese, aber auch das zwischenzeitlich anstehende Heimspiel gegen Arminia Bielefeld zu meistern, soll mit Soufiane El-Faouzi einer der Shooting-Stars der laufenden Saison leisten.
Interesse im In- und Ausland
Der 22-Jährige, der im vergangenen Sommer von der zweiten Mannschaft Fortuna Düsseldorfs gekommen ist, hat sich auf Anhieb zum Stammspieler und Leistungsträger entwickelt. Nur an zwei der ersten 29 Spieltage stand El-Faouzi nicht in der Startelf – wegen einer Gelbsperre und krankheitsbedingt. Ansonsten ist der in Siegen geborene Deutsch-Marokkaner eine feste Größe, die mit ihren Leistungen aber auch andernorts schon Interesse geweckt hat.
El-Faouzi, der nach drei Toren gegen Rostock seine vierte Vorlage verbuchte, soll laut Reviersport bei mehreren Zweitligisten, sowie Vereinen aus Belgien und den Niederlanden auf dem Zettel stehen. Und auch aus den USA könnte es einen neuen Vorstoß geben, nachdem das Interesse eines MLS-Klubs im Winter nicht in einem Abschluss mündete.
In Aachen muss man sich trotz eines bis 2026 laufenden Vertrages wohl darauf einstellen, dass sich El-Faouzi im Sommer schon wieder verabschiedet, um andernorts den nächsten Schritt zu machen. Weil El-Faouzis Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel enthalten soll, sind der Alemannia die Hände wohl weitgehend gebunden.