Alemannia Aachen: Heiner Backhaus hadert mit Defensive und Offensive

Trainer findet klare Worte

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 23.02.25 | 08:23
© IMAGO / Steinbrenner

Unzufrieden mit dem verpassten Dreier: Heiner Backhaus. © IMAGO / Steinbrenner

Durch den Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Marcel Moberz wurden bei Alemannia Aachen in den vergangenen Tagen die Voraussetzungen dafür geschaffen, etwas Ruhe ins Umfeld zu bringen. Gleichzeitig allerdings haben es die Profis verpasst, ihre Situation im Abstiegskampf der 3. Liga entscheidend zu verbessern.

Gegen Borussia Dortmund II verbuchte die Alemannia am Samstagnachmittag zwar immerhin einen Punkt, doch mit dem 2:2 war nach 90 Minuten im Lager der Alemannia niemand zufrieden. Nachvollziehbarerweise, denn nach einer 2:0-Führung gegen einen an diesem Tag eigentlich harmlosen Gegner ließ die Alemannia letztlich noch zwei Punkte liegen, die in der Endabrechnung richtig schmerzen könnten.

Aktuell wurde der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz zwar auf sieben Zähler ausgebaut, doch mit dem VfB Stuttgart II sowie dem VfL Osnabrück und Waldhof Mannheim, die sich sogar direkt gegenüberstehen, sind drei hinter der Alemannia platzierte Teams am heutigen Sonntag erst noch im Einsatz – und könnten das Polster schrumpfen lassen.

Backhaus kritisiert auch die Einwechselspieler

Nur zu verständlich deshalb, dass Aachens Trainer Heiner Backhaus via Vereinshomepage gleich in mehrerlei Hinsicht harsche Kritik an seiner Mannschaft äußerte. „Das Problem: Wir lassen das Spiel offen, es hätte in dieser Phase 3:0 oder 4:0 stehen müssen“, haderte der 43-Jährige zum einen damit, dass nach dem 2:0 durch Anas Bakhat in der 53. Minute der Sack nicht zugemacht wurde, war dann zum anderen mit dem Defensivverhalten alles andere als einverstanden: „Wir verteidigen bei den Gegentoren zu schlampig und unprofessionell.“

Unzufrieden war Backhaus zudem mit Daouda Beleme, Jan-Luca Rumpf und Nils Winter, die zwischen den beiden Gegentoren eingewechselt wurden, allerdings nicht den erhofften Einfluss nehmen konnten: „Die Einwechselspieler haben es leider versäumt, uns Energie zuzuführen und die Box sauber abzusichern“, so Backhaus, dessen Fazit wenig überraschend von Frust geprägt war: „Leider schenken wir das Spiel so zu leicht her, dazu mit dieser Leistung. Das macht mich sauer.“

Anstatt sich vor dem wichtigen Gastspiel bei Waldhof Mannheim etwas Luft zu verschaffen, muss die Alemannia nun weiterhin fürchten, noch ganz tief in den Abstiegskampf abzurutschen. Bleibt aus Aachener Sicht nur zu hoffen, dass nicht Ende Mai nochmals auf den 22. Februar zurückgeblickt werden muss.

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